Die schönste Geschichte über den Bafasee und das Latmosgebirge ist der Mythos des Endymions:
Endymion war ein Hirte der seine Herden durch das bizarre Felslabyrinth des Latmosgebirges führte. Dabei spielte er so einzigartig auf seiner Flöte, daß Selene, die Mondgöttin, sich in ihn verliebte. Doch auch Zeus, der Gottvater verliebte sich in diesen wunderbaren Jüngling und wurde auf Selene eifersüchtig. So intrigierte er gegen Selene und verdammte den Jüngling zu endlosem Schlaf und ewiger Jugend. Aber Selene fand den Jüngling schlafend zwischen den Felsen im Latmosgebirge und immer wenn der Mond voll war stieg Sie herab zu Ihm und sie liebten sich. So sagt man sich, daß Selene daraus 50 Töchter gebar und noch heute kommte es einem bei Vollmond so vor, als ob Selene den Latmos küßt...
Der Latmos ist auch als Wohnort des Alten Mannes Vom Latmos bekannt, einem wilden Wettergott, dessen Ursprung nicht bekannt ist. Es gibt verschiedene Kultzentren dafür im Gebirge. Das grösste Zentrum war Gerga, einzigartig und nicht sehr gut beschrieben. Gerga war ein reines Kultzenturm ohne Siedlung in der Nähe. Das bemerkenswerteste ist der kleine Tempel, gebaut aus Stein, jedoch konstruiert als sei er aus Holz. An über 50 Stellen, verteilt über die Felsen in näherer und weiterer Umgebung, kann man den Schriftzug Gerga finden . Auffällig sind auch Steine, die an Menhire erinnern. Aber bis heute weiß man nicht wann und wie lange dieser Platz benutzt wurde.
Zwei weitere Kultplätze liegen in der Nähe von Bağırcık im Latmosgebirge und Ekiztaş. Beiden Plätzen ist ein großer Stein in der Mitte, mit Stufen die auf die Spitze führen, gemein. Mehr darüber ist bis heute nicht bekannt. Aber auch bekanntere Kultzentren wie Labranda unterstreichen die Wichtigkeit des Berges in der vorhellenistischen Zeit. Ein anderer Hinweis ist ein Sarkophag aus der römischen Zeit mit einer Abbildung des Alten Mannes vom Latmos. Die Römer waren bekannt dafür fremde Kulte in Ihre eigene Mythologie zu integrieren. Es gibt also noch viele interessante Fragen, die noch zu ergründen sind.