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kleine Karte Kappadokiens

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KAPPADOKIEN
Kappadokien ist weltberühmt für seine einzigartige Tufflandschaft. Im Frühchristentum hatte es eine grosse Bedeutung, ab dem 2. Jh. n Chr. bildeten sich die ersten Gemeinden, im 4 Jh. n Chr. wurde das Christentum Staatsreligion. Hunderte Höhlenkirchen mit prächtiger Bemalung wurden errichtet. Vom 6 Jh. n Chr. bis Ende des 18 Jh. findet man heute alle möglichen Variationen des Stiles und kann verfolgen wie sich die Malerei über die Jahrhunderte veränderte und entwickelte. Weitere Höhepunkte sind die unteriridischen Städte Derinkuyu und Kaymakli, das Ihlaratal, die Töpferstadt Avanos und das Bektasi-Kloster von Hacibektas.

TAL VON GÖREME
Das Göremetal ist mit seinen zahlreichen Höhlenkirchen eines der berühmtesten Orte in Kappadokien. Die meisten Kirchen entstanden nach den Arabereinfällen im 11 Jh. In byzantinischer Zeit wurde Göreme (ehemals Korama) zum Bischofssitz erhoben und war eine reine Mönchssiedlung. Zu sehen sind die Basiliuskirche aus der Zeit des Bilderstreites, die Elmali Kilise mit einer Szene der Taufe Christi, die Barbarakirche deren Bemalung sehr ungewöhnlich ist, die Yilanli Kilise, die Ihren Namen von der Abbildung einer Schlange hat. Die bedeutendste Kirche von Göreme ist die Karanlik Kilise, die dunkle Kirche. Da die Kirche einen versteckten Eingang hatte ist sie sehr gut erhalten und durch die Dunkelheit haben die Fresken ihre gesamte Leuchtkraft erhalten. Die Fresken geben Szenen aus dem Leben Jesu und der Evangelisten wieder und sind aus der Zeit vom 11. Jh.. Außerhalb des Museumgeländes ist dann noch eine der größten Kirchen Kappadokiens, die Tokali Kilise aus dem 10 Jh. und späterer Erweiterung. Im älteren Teil der Kirche wird die Geschichte Christi und Johannes des Täufers erzählt. Im Hauptraum sind einige der schönsten Fresken aus der Blütezeit der sog. makedonischen Renaissance zu sehen. Es gibt noch einige Reste von Klosteranlagen zu sehen und noch viele weitere Kirchen, die sich im Göremetal befinden, jedoch hier den Rahmen sprengen würden.

TAL VON SOGANLI
Das Soganli-Tal ist neben Göreme das zweite bedeutende Zentrum des Mönchtums. Die Fresken der Kirchen stammen aus dem 9.-13. Jh., einige konnten durch Inschriften genau datiert werden. Insgesamt hat man hier bis heute 150 Kirchen entdeckt, von denen einige jedoch verschüttet sind oder als Taubenschläge benutzt werden. Die wichtigsten Kirchen sind die Karabas Kilise erbaut 1060-1061 und die Barbara Kilise erbaut zu Beginn des 11 Jh., die hilfreich bei der Datierung anderer Kirchen sind.

DIE UNTERIRDISCHE STADT DERINKUYU
Die unterirdischen Städte entstanden in der Zeit der Phryger und wurden später von den Byzantinern erweitert. Sie dienten als Rückzugsgebiet bei feindlichen Einfällen und konnten im Angriffsfall mit Verschlußsteinen von innen abgeriegelt werden. Bis zu 80 m tiefe luftschächte versorgten die Städte mit Frischluft, Zysternen und Vorratsräume ermöglichten einen längeren Aufenthalt. Derinkuyu ist die größte bisher freigelegte unterirdische Stadt in Kappadokien und wurde erst 1963 entdeckt. In Derinkuyu kann man 11 Stockwerke in die Tiefe gehen, weitere Stockwerke wurden noch nicht freigelegt. Zur Zeit hat Derinkuyu eine Fläche von 1500 m2, jedoch geht man davon aus, dass dies nur ein Viertel der Gesamtanlage ist. Die einzelnen Stockwerke konnten einzeln abgeriegelt werden und die Stadt war über kilometerlange Gänge mit anderen solchen Städten verbunden. Man schätzt, dass Derinkuyu 3.000 bis 50.000 Menschen Zuflucht gewähren konnte.

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