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kleine Karte Kappadokiens

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TAL VON IHLARA
Das Ihlara-Tal liegt in einem wunderschönen Canyon und bietet neben sehr sehenswerten Kirchen auch eine sehr schöne Natur. Man läuft am Ufer des Melendiz Suyu entlang, der mit Platanen und Pistazien gesäumt ist. Besonders sehenswert sind die Kokar Kilise mit ihren farbenfrohen Fresken, die sehr alte Egri Tas Kilise und die Yilanli Kilise aus der zweiten Hälfte des 11 Jh., die sich von den anderen Kirchen im Stil stark unterscheidet.



TAL VON ZELVE
Das Zelvetal bildet eines der phantastischsten Landschaftsbilder in Kappadokien. Das Zelvetal wurde bis 1953 bewohnt. Bis ins 20 Jh. wurde Zelve von Christen und Moslems in Eintracht bewohnt. 1967 wurde es in ein Freilichtmuseum umgewandelt. Über ein Weglabyrinth kann man das Tal erkunden. Es sind Wohnanlagen, Stiegen, Galerien, Kirchen und Taubenschläge zu sehen. Die besonderheit der Kirchen liegt darin, dass ihre Fresken teilweise in die Zeit vor dem Bilderstreit zurückreichen. Figürliche Darstellungen sind selten und zeugen von der Ablehnung der Bilderverehrung. Besondere Beachtung verdient die Üzümlü Kilise mit gut erhaltenen Fresken aus dem 8./9. Jh.

TÖPFERSTADT AVANOS
Avanos liegt am Ufer des Flusses Kizilirmak, der mit seinen Lehmablagerungen für den Ruhm und Wohlstand der Stadt sorgt. Der Kizilirmak ist der längste Fluß und wichtigste Wasserweg der Türkei. Seit der Antike wird hier getöpfert, heute gibt es ca. hundert Töpfereien. Man kann den Töpfern bei der Arbeit zusehen und wird sicherlich das eine oder andere Souvenir mitnehmen.


KLOSTER VON HACIBEKTAS
Im Wallfahrtsort Hacibektas steht das Mutterkloster der Bektasi-Derwische. Haci Bektas Veli wurde 1248 in Chorasan geboren und studierte Philosophie, Physik, Literatur und Theologie. Er gründete hier den Bektasi-Orden und sein Hauptkloster. In der Osmanischen Zeit hatte der Orden einen Großen Einfluss. Die Bektasi weichen in vielen Punkten vom orthodoxen Islamischen Glauben ab. Frauen werden als gleichberechtigte Mitglieder aufgenommen, sie brauchen sich auch nicht zu verschleiern. Ein Ritual besteht aus Brot, Wein und Käse. Seine Verbreitung im Volk fand es vor allem durch zehlreiche Lieder und Gedichte. Der Dichter Yunus Emre soll dem Orden nahegestanden haben.

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